Unsere Geschichte
Von Generation zu Generation haben die Frauen derselben Familie nacheinander eine neue Art der Kleidung erfunden, deren Regeln definiert und sie entsprechend der durchlebten Epochen weiterentwickelt, indem sie ihr stets denselben besonderen Touch verliehen haben, der den Ruf des Hauses ausmacht. Seit zwei Jahrhunderten ist Paris ein unverzichtbarer Treffpunkt, und die raffiniertesten und berühmtesten Frauen aus aller Welt treffen sich immer wieder in unseren Salons.

1889
DIE ERFINDUNG DES BH
Herminie Cadolle emigrierte mit ihrer gesamten Familie nach Argentinien, nachdem sie zusammen mit Louise Michel an den revolutionären Ereignissen der Pariser Kommune teilgenommen hatte. Dort gründete sie das erste „Haus Cadolle“ und kam schnell zu Reichtum, bevor sie nach Frankreich zurückkehrte, um dort eine weitere Niederlassung in der Rue de la Chaussée d’Antin zu gründen. Auf der Weltausstellung von 1889 (für die der Eiffelturm gebaut wurde) stellte Herminie Cadolle ihre neue Erfindung vor: Sie hatte eine einfach geniale Idee gehabt: Zum Komfort der Frau hatte sie das traditionelle Korsett in zwei Teile geschnitten: Sie hatte den ersten BH erfunden, für den sie ein Patent anmeldete und den sie „Corselet-Gorge“ nannte. Das außergewöhnliche Leben dieser revolutionären Frau um die Welt wird in einem Buch über die Cadolle-Saga erzählt.

1911
die Rue Cambon
Marie Cadolle beschloss zu dieser Zeit, die Räumlichkeiten in der Rue de la Chaussée d'Antin und das Viertel der Pariser Kaufhäuser zu verlassen, um sich in der Rue CAMBON niederzulassen; andere Modeschöpfer, die später berühmt wurden, beteiligten sich an dieser Bewegung und schufen an dieser Adresse einen neuen Pariser Mode- und Eleganzpol. Auch heute noch gilt das Haus Cadolle dort als Institution.

1921
SUZANNE LENGLEN
Marguerite Cadolle ist sehr gut befreundet mit einer berühmten Tennisspielerin ihrer Zeit: Suzanne Lenglen. Gemeinsam unterzeichnen sie mehrere Werbekampagnen für die Parfümlinie Cadolle. Das Haus Cadolle, stets innovativ, lanciert so das erste Co-Branding mit einer Frau aus der Welt des Sports.

1945
DER BOYISH-LOOK, FÜR COCO CHANEL
In diesem Jahr kreiert Marguerite den ersten flachen Büstenhalter: den berühmten Boyish Form. Dann, für die Herzogin von Windsor und auch für viele andere berühmte Frauen jener von so vielen Umbrüchen geprägten Zeit in Europa, kreiert sie raffinierte Dessous-Kollektionen: gewagte Dekolletés, extrem taillierte Kleider… Mit ihren zahlreichen Kreationen schlägt sie die erste Brücke zwischen dem Korsettmacherhandwerk und der Couture: Die „Cadolle-Note“ war geboren.

1947
DIE WASPENTAILLE, FÜR MARCEL ROCHAS
Alice Cadolle entwickelt zusammen mit Monsieur Rochas einen neuen Wespentaillenkorsett und benennt es nach dem Couturier. Inspiriert von der schmalen Taille einer Wespe, wird mit dem „Guêpière“ eine neue Silhouette des weiblichen Körpers geschaffen. Man war nun weit entfernt von den BHs aus Bändern, Drillich und Metall, die Herminie für die berühmte Spionin Mata Hari hergestellt hatte.

1949
DER NEIMAN MARCUS AWARD
Zahlreiche Auszeichnungen krönten in der Nachkriegszeit die üppigen Kreationen des Hauses Cadolle. 1949, zwei Jahre nach Monsieur Christian DIOR, erhielt Alice Cadolle die berühmteste globale Auszeichnung der Modebranche dieser Zeit: die Neiman Marcus Trophäe in den Vereinigten Staaten.

1989
DIE RÜCKKEHR DES KORSETTS
Anlässlich einer Fachmesse in Paris lanciert Poupie Cadolle eine neue Art von Korsett. Die Verwendung neuer moderner Materialien in Verbindung mit einer Neudefinition der weiblichen Silhouette verwandelt das alte Korsett in ein echtes Komfortkleidungsstück und nicht länger in ein einengendes. Frauen sind sofort begeistert von diesem neuen Kleidungsstück, das sie seit 80 Jahren vergessen hatten. Fast sofort kehrt das Korsett in die Kollektionen der Pariser Haute Couture zurück und etabliert sich in den Kleiderschränken von Stars und Fashionistas. Das Korsett emanzipiert sich von seinem ursprünglichen Image und erfindet sich neu als glamouröses Stück, Symbol der Raffinesse, die es schon immer dargestellt hat.

die 2010er Jahre
DER CADOLLE-LOOK
Neben den Kultlinien, die stets akribisch verfolgt und aktualisiert werden, kommen nun Linien hinzu, die stärker auf Verführung ausgerichtet sind. Als Ausdruck und Bestätigung einer Frau im Einklang mit dem Zeitgeist stellt die Linie Geisha einen Wendepunkt in der oft diskreten und elitären Geschichte des Hauses dar: Sie enthüllt eine verführerische Frau, die sich entschlossen als solche präsentiert, mit der Prägung des berühmten „Cadolle-Touchs“.







